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Leitziel 1: Bürger/innen der Stadt, insbesondere Kinder und Jugendliche, verfügen über ein demokratisches Grundverständnis, lehnen Diskriminierung und Gewalt ab und erkennen die Sinnhaftigkeit und den Wert demokratischer Prozesse und Strukturen. Sie engagieren sich für Vielfalt, Demokratie und Toleranz und gegen Rechtsextremismus, Fremdenfeindlichkeit, Rassismus und Antisemitismus.
Leitziel 2: Kommunale Institutionen, Vereine und zivilgesellschaftliche Gruppierungen oder Akteure verhindern die Beeinflussung von städtischen Bereichen (Jugendarbeit/ Kita/ Schule/ Kultur/ Sport- und Freizeitbereich/ Politik/ Kirchen) durch rechtsextreme Milieus, Kulturen, Gruppierungen und Organisationen. Sie sind in die Lage versetzt, Opfer rechtsextremer Diskriminierung und Gewalt zu unterstützen. Handlungskonzept Frankfurt (Oder) als kreisfreie Stadt nimmt seit dem Beitritt der neuen EU-Mitgliedsstaaten eine wichtige Brückenfunktion in den Osten war. Dies wird u.a. durch die Europa-Universität Viadrina, das deutsch-polnische Collegium Polonicum, den wirtschaftlichen Neuansiedlungen als auch in den vielfältigen Anstrengungen für eine verbesserte Zusammenarbeit mit der polnischen Nachbarstadt Slubice deutlich. Dem kontraproduktiv gegenüber stehen u.a. die Zunahme rechtextremer Übergriffe, die Reaktivierung von politischen Strukturen durch die NPD sowie eine rechtsextrem (verbrämte) agierende Hooliganszene. Als wesentlich für die Stärkung und Sensibilisierung kommunaler Demokratie, für ein erfolgreiches Agieren gegen rechtsextreme Dominanz, hat sich die Entwicklung von integrierten Handlungsstrategien in der Kommune erwiesen. Der lokale Aktionsplan Frankfurt (Oder) basiert auf den Erfahrungen eines breiten Netzwerkes lokaler Akteurinnen und Akteure aus unterschiedlichen Bereichen sowie auf den erfolgreichen Maßnahmen der vergangenen Jahre. Die Auseinandersetzung der Kommune mit Problemen des Rechtsextremismus und der Stärkung des demokratischen Gemeinwesens orientieren schwerpunktmäßig auf folgende Bereiche: „Vernetzung und Kommunikation“. Hierbei geht es darum, die lokalen Netzwerke zu stabilisieren zu stärken bzw. neu zu initiieren. Es soll der Austausch zwischen Ämtern, Institutionen, Netzwerken und Initiativen gefördert und verbessert sowie demokratische Prozesse erlebbarer gestaltet werden. Der Kommunale Präventionsrat nimmt hier eine Schnittstellenfunktion ein. „Information/Interkulturelles Lernen/Antirassistische Bildungsarbeit/Demokratie und Toleranzerziehung“. Bildungsveranstaltungen wie Seminare und Workshops werden grundlegende Informationen und Kenntnisse über Ursachen und Erscheinungsformen von Rechtsextremismus vermitteln. Landesweite Entwicklungen sowie lokale und regionale Entwicklungen stehen im Vordergrund der Informationsvermittlung. Neben der Wissensvermittlung und inhaltlichen Auseinandersetzung steht die Umsetzung von Interventionsmöglichkeiten im Vordergrund. „Soziale Integration/Bekämpfung rechtsextremistischer Bestrebungen bei jungen Menschen“ Die Kommune orientiert auf die Entwicklung und Stärkung von Beratungsangeboten u.a. für Multiplikatoren, Eltern, Jugendlicher und Betroffener rechter Gewalt. Maßnahmen sozialpädagogischer Intervention sind darin eingeschlossen. Unabhängig davon sind Jugendliche in die Entwicklung von Projekten stärker einzubeziehen und für deren Umsetzung zu motivieren Zielgruppen: Mit dem Lokalen Aktionsplan sollen folgende Zielgruppen in der Stadt Frankfurt (Oder) erreicht werden. Bereich I: - rechtsextremistisch gefährdete Jugendliche (u.a. im Fußballumfeld) - Kinder und Jugendliche aller Altersgruppen - Kinder und Jugendliche, die sich gegen Rechts engagieren wollen - Erwachsene mit einer latenten Neigung zu Rechtsextremismus, Fremdenfeindlichkeit und Antisemitismus - MigrantInnen (Unterbreitung von Beteiligungsangeboten zur Integration) Bereich II: - Akteure der Stadtteilkonferenzen - Eltern, Erzieher/-innen, Lehrer/-innen und Sozialpädagoginnen und -pädagogen - lokale Netzwerke und Gruppierungen/ Vertreter von Vereinen und Kirchen - Vertreter der Wirtschaft und des öffentlichen Lebens - deutungsmächtige Akteurinnen und Akteure aus Unternehmen, Politik, Medien und Meinungsbildung (z.B.Hanse-/ Rotary-/ Lions-/ Kiwanis-Club) Aktionen/Maßnahmen und Veranstaltungen zur Integration von ausländischen Mitbürgerinnen und Mitbürgern schaffen Möglichkeiten zum Abbau von Vorurteilen und bieten eine Plattform für interkulturelles Lernen.
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