| BAP - Band auf Probe |
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| Projekte - Abgeschlossene Projekte | |||
| Samstag, den 01. März 2008 um 01:00 Uhr | |||
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Das Vorwort "Wir machen die Musik - Freiräume behaupten. Rechtsextremen Strukturen entgegenwirken" ( Veranstaltungsmotto im Studentenclub "GROTTE") ... diese Aussage umschreibt am Besten das Anliegen unseres Projektes. Medien bestimmen den Alltag unserer jungen Menschen mit. In der Schule, in der Freizeit - überall treffen Jugendliche auf Texte, Bilder, Filme und Musik, die Botschaften und Informationen vermitteln. In der Regel sind junge Menschen dabei nur „Verbraucher“ und machen sich wenig Gedanken über die Entstehung und die Hintergründe von Texten, Bildern und Tönen. Mit unserem "BandAufProbe- Projekt" möchten wir Jugendlichen die Gelegenheit bieten, die Seiten zu wechseln und zum Produzenten auf dem Markt der Informationen und der Musik zu werden. Das Projekt ermöglicht den Beteiligten eine Beschäftigung mit Musik jenseits der Sprache – ohne „sprachlos“ zu bleiben. Die Idee zu diesem Projekt entstand nach zwei Percussion- und Gitarrenworkshops in unserem Jugendzentrum im Frühjahr und im Sommer dieses Jahres, nachdem musikinteressierte Jugendliche des Öfteren ihre Gitarren und Handtrommeln mit ins Jugendzentrum brachten. Das Projekt wird im Frankfurter Kinder- und Jugendfreizeitzentrum "Haltestelle Süd" installiert. Ein bestehender Gruppenraum (ca. 40 qm Fläche) soll zu diesem Zweck als fester Probenraum ausgebaut werden. Material zum Umbau und notwendige Verstärkertechnik sowie eine Grundausstattung an Musikinstrumenten möchten wir über LAP- Mittel finanzieren. Die Erbringung des Eigenanteils decken wir über Eigenleistungen beim Um- und Ausbau des Probenraumes ab. Dazu werden wir ein Bandprojekt gründen und suchen, neben den Jugendlichen, die uns schon ihr Interesse bekundet haben, junge Leute zwischen 14 und 18 Jahren, die Spaß an Musik haben und Lust, in einer Band zu spielen. Geprobt wird mit der Gesamtband einmal pro Woche für etwa 2 Stunden. Das Können auf dem Instrument ist am Anfang nicht so wichtig, denn das Lernen geschieht innerhalb der Band und manchmal unter Anleitung. Individuelles Üben ist außerhalb der Bandprobe möglich. Der Musikstil und Songauswahl der Band wird von den TeilnehmerInnen selbst bestimmt. Die Teilnehmer verpflichten sich jedoch bei Teilnahme zur Wahrung von Vielfalt, Toleranz und Demokratie. Das musikpädagogische Konzept des "BandAufProbe- Projekts" zeichnet sich durch einige zentrale Punkte aus:
"Mit unserer eigenen Musik können wir Aggressionen rauslassen, - haben die Chance unsere bunten Gefühle in die Musik zu packen und Musik "mit Aussage" zu machen. Wir wollen Statements abgeben und "Respect" vom Publikum erleben, - dabei Leute motivieren. Und das Alles mit guter Laune für uns und für die Zuhörer." Unsere Einrichtung verfolgt mit diesem Projekt folgende Ziele: Teilnehmende und zuhörende Jugendliche identifizieren sich mit bestimmter Musik, bzw. Musikrichtungen. Viele der potentiellen ProjektteilnehmerInnen fühlen sich in der linken Szene mit ihren entsprechenden Musiken beheimatet. Wir ermöglichen den Teilnehmern eine vertiefende Identifizierung mit den Normen- und Werte-vorstellungen einer "nichtrechten" demokratischen Gesellschaft und gewährleisten damit die Abgrenzung von rechtsorientierten Einflüssen und Strömungen im Projektgeschehen. Durch demokratische Gruppen(Band-)prozesse, wie zum Beispiel durch Beratungen Jugendlicher mit und ohne sozialpädagogischen Betreuer, stärken wir den Zusammenhalt innerhalb der "BandAufProbe". Dabei steht die Partizipation am Projekt eines jeden einzelnen Bandmitglieds an prädestinierter Stelle. Dieses findet seine Berücksichtigung in verbindlichen Probenzeiten der Gruppe, die von jedem Mitglied eingehalten werden, als auch in dem Faktum des individuellen Instrumente- Übens in den Räumen unserer Einrichtung in gemeinsamer Terminabsprache. Ziel ist nicht vordergründig das Erlernen bestimmter Musikinstrumente, bzw. das perfekte Bandzusammenspiel, sondern vielmehr die Steigerung von sozialen Kompetenzen und Vermittlung von Vielfalt, Toleranz und Demokratie in Wort und Musik inner- und außerhalb der BandAufProbe. Nachhaltigkeit: Das Projekt und sämtliche benötigte Ausrüstungsgegenstände werden über den Vergabezeitraum hinaus Bestand in den Räumen unserer Einrichtung haben und können von jungen Menschen weiterhin im Sinne der Projektidee genutzt werden. Öffentliche Wirksamkeit über die unmittelbare Teilnahme am Projekt hinaus: Höhepunkte im Stadt- und Stadtteilleben, wie die Jugendmesse „Young Life“, das Hansefest „Bunter Hering“ oder das Stadtteilfest Süd werden für öffentliche Workshops des „BAP-Projekts“ Beendet am: 30.09.2008
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