Rechte Männlichkeit als Handlungsproblem in der politischen Bildung Drucken E-Mail
Dienstag, den 22. März 2011 um 22:13 Uhr

Rechte Männlichkeit als Handlungsproblem in der politischen Bildung
Forum Politische Bildung  13. APRIL 2011 BERLIN UND ROSTOCK

Rechte Kameradschaften sind Männerbünde schlechthin, das öffentliche  Bild rechter Gewalt ist geprägt vom stereotypisierten männlichen  Schläger. Und doch spielt die Kategorie Männlichkeit in Forschung,Präventions- und Bildungsarbeit nur eine marginale Rolle, wird das  Handeln von Neonazis selten auch als männliches Handeln reflektiert.
In der extremen Rechten konstituiert sich Männlichkeit in dauerhafter  Gewalttätigkeit. Angriffe auf Migrant*innen, Nicht-Weiße, Homosexuelle  und (emanzipierte) Frauen zeigen, wie eine weiße heterosexuelle  Männlichkeit darum ringt, ihre Machtposition zu festigen - durch  Abgrenzung gegen Weiblichkeit und Abwertung anderer Männlichkeiten. Der  hierbei erhobene Herrschaftsanspruch legitimiert sich durch eine  Biologiesierung sozialer und kultureller Differenzen, die  Anschlussstellen in viele Diskurse der Mehrheitsgesellschaft aufweist.
In der Veranstaltung werden die Konstruktionen rechter Männlichkeit in  ihren Gemeinsamkeiten und Unterschieden zu hegemonialer Männlichkeit  analysiert. Empirisches Material dafür sind Bilder des Portals  "MUPinfo", das sich zu einem bundesweit relevanten Medium der  Neonaziszene entwickelt hat. Seine Autoren, allesamt Nazi-Kader aus  Mecklenburg-Vorpommern, zeigen in Texten, Videos, Fotos und Grafiken,  welche Bilder von Männlichkeit(en) für die rechte Szene konstitutiv  sind.
Dieser Abend im Forum politische Bildung ist eine gemeinsame  Veranstaltung der Hellen Panke mit dem Verein Soziale Bildung (SoBi)  Rostock und der RLS Mecklenburg-Vorpommern, unsere Veranstaltungsräume  sind über eine Videokonferenz mit dem Peter-Weiss-Haus in Rostock  verbunden.
Es diskutierenin Berlin: ROBERT CLAUS und YVES MÜLLER  in Rostock: STEPHAN GEELHAARModeration: OLAF STUVE (Berlin) und MARTIN ARNDT (Rostock)
13. APRIL 2011 | 18 UHR
BERLIN: Helle Panke | Kopenhagener Str. 9 | 10437 Berlin (Kosten: 1,50Euro)
ROSTOCK: Peter-Weiss-Haus (ehem. HDF) | Doberaner Strasse 21 | 18057  Rostock

Infos unter: http://www.helle-panke.de/ [1] sowie  http://www.soziale-bildung.org/ [2]
Die Veranstaltenden behalten sich vor, von ihrem Hausrecht Gebrauch zu  machen und Personen, die rechtsextremen Parteien oder Organisationen  angehören, der rechtsextremen Szene zuzuordnen sind oder bereits in der  Vergangenheit durch rassistische, nationalistische, antisemitische oder  sonstige menschenverachtende Äußerungen in Erscheinung getreten sind,  den Zutritt zur Veranstaltung zu verwehren oder von dieser  auszuschließen.

--  Projekt "Auseinandersetzung mit Rechtsextremismus in kommunalen Gremien Berlins - Dokumentation und Analyse"
Yves Müller
Chaussestraße 29 10115 Berlin
Telefon: 030 / 275 95 027

http://bvv.vdk-berlin.de/

Ein Projekt des Verein für Demokratische Kultur in Berlin (VDK) e.V.

 

 

 
Der Lokale Aktionsplan Frankfurt (Oder) wird aus Mitteln des Bundesprogramms "TOLERANZ FÖRDERN – KOMPETENZ STÄRKEN" gefördert.
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