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Sonntag, den 30. Januar 2011 um 22:07 Uhr |
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28.01. - 13.02.2011
Im Gedenken der Kinder. Die Kinderärzte und die Verbrechen an Kindern in der NS-Zeit
Eine Gastausstellung der Deutschen Gesellschaft für Kinder- und Jugendmedizin in Zusammenarbeit mit der Brandenburgischen Historischen Kommission und dem Institut für Geschichte der Medizin der Charité – Universitätsmedizin Berlin Unter der Schirmherrschaft der Ministerin für Umwelt, Gesundheit und Verbraucherschutz des Landes Brandenburg, Anita Tack
Über siebzig Jahre nach dem Beginn systematischer Tötungen von geistig und körperlich behinderten Menschen 1939/40 erinnert die Ausstellung an das dunkle Kapitel der Kinder-"Euthanasie" während der Zeit des Nationalsozialismus. Auf der Grundlage der nationalsozialistischen Rassenideologie wurden in Deutschland auch an Kindern und Jugendlichen medizinische Verbrechen begangen. Über 10.000 von ihnen fielen bis 1945 den verschiedenen Programmen zur Vernichtung "lebensunwerten Lebens" zum Opfer. Dies geschah im Alltag, mitten in Deutschland, unter Beteiligung niedergelassener Ärzte und staatlicher Ämter in Krankenhäusern und wissenschaftlichen Instituten. Mehr als 5.000 Kinder und Jugendliche wurden allein in "Kinderfachabteilungen" – eigens für die Tötung geschaffenen Einrichtungen in Krankenhäusern und Heil- und Pflegestätten – gequält und ermordet. Kinder wurden aber auch Opfer der Gasmordaktion "T4" und der systematischen "Niederführung" durch Hungerkost in Anstalten und Heimen, sie wurden für medizinische Experimente missbraucht und ihre Organe nach dem Tod für Forschungszwecke verwendet. Die Ausstellung zeigt, dass es Ärztinnen und Ärzten bei der Tötung in der Regel nicht um die schmerzlose Beendigung individuellen Leidens ging, sondern entsprechend der nationalsozialistischen Rassenideologie um die "Befreiung" das Allgemeinwesens von "Ballastexistenzen", deren Leben nur dann verlängert wurde, wenn sie noch "der Wissenschaft dienen" konnten.
Besucheradresse Haus der Brandenburgisch-Preußischen Geschichte, Kutschstall Am Neuen Markt 9, 14467 Potsdam
Öffnungszeiten Di bis Do 10–17 Uhr Fr 10–19 Uhr Sa/So und an Feiertagen 10–18 Uhr Mo geschlossen
Eintritt frei
Informationen Tel: 0331/62085-50, E-Mail:
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Quelle: Haus der Brandenburgisch-Preußischen Geschichte
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