Biographisches Lernen in der beruflichen Sozialisation Drucken E-Mail
Samstag, den 06. November 2010 um 12:31 Uhr

Die politische Bildung hat Jugendliche aus Ausbildung und beruflichen Bildungsmaßnahmen als Zielgruppe wiederentdeckt. Die Rückbesinnung auf einen lange vernachlässigten Adressatenkreis ist jedoch weniger konzeptioneller Neubesinnung als staatlichen Förderprogrammen zur Bekämpfung von Rechtsextremismus und Fremdenfeindlichkeit geschuldet. Dies hat Folgen für das Selbstverständnis und die konzeptionellen Fundamente politischer Bildung. Unter der Hand setzt sich eine sozialpädagogische Perspektive durch, welche die Adressaten als Träger sozialmoralischer Defizite in den Blick nimmt.
Wissenschaftler und Praktiker der politischen Bildung skizzieren die Umrisse eines biographisch orientierten Bildungsansatzes jenseits sozialpädagogischer Defizitorientierung. Dies geschieht in drei Schritten: Zunächst werden die Sinnwelten von Auszubildenden verschiedener Berufe im Blick auf berufliche Sozialisationserfahrungen, biographische Konzepte und moralische Urteile rekonstruiert. Im zweiten Schritt werden die theoretischen Grundlagen moralischen Lernens in Arbeitswelt und Schule diskutiert. Im dritten Schritt werden ausge-wählte Seminarkonzepte und die Erfahrungen bei der Umsetzung eines exemplarishen Bildungsprojekts vorgestellt.

Quelle: Verlagsankündigung

Panke, Martina; Sötje, Karin; Steil, Armin (Hrsg.);
Biographisches Lernen in der beruflichen Sozialisation
Konzepte politischer Bildung für Jugendliche in Ausbildung und Betrieb
2010 - 293 Seiten - € 29,90
ISBN: 978-3-89691-865-9
Erschienen: Oktober 2010

 
Der Lokale Aktionsplan Frankfurt (Oder) wird aus Mitteln des Bundesprogramms "TOLERANZ FÖRDERN – KOMPETENZ STÄRKEN" gefördert.
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