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Brandenburger Jugendstudie 2010 |
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Dienstag, den 19. Oktober 2010 um 18:22 Uhr |
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Eine große Mehrheit der Jugendlichen in Brandenburg lehnt rechtsextreme Aussagen ab. Rassismus ist jedoch weit verbreitet. Das geht aus einer Untersuchung der Universität Potsdam hervor. Die Studie des Instituts für angewandte Familien-, Kindheits- und Jugendforschung der Universität Potsdam wurde heute von Ministerpräsident Matthias Platzeck, Bildungsminister Holger Rupprecht und dem Leiter des Instituts, Dietmar Sturzbecher, vorgestellt. Knapp drei Prozent der Jugendlichen unterstützen demnach rechtsextremen Aussagen völlig, weitere 10,5 Prozent stimmen tendenziell zu. Das sind unwesentlich mehr als 2005, als die letzte Jugendstudie veröffentlicht wurde. Gewachsen ist seitdem vor allem die Zahl jener, die Rechtsextremismus ablehnen. Das sind heute über 60 Prozent der Befragten, vor fünf Jahren waren es lediglich 52 Prozent. 26 Prozent sind "tendenziell" gegen rechtsextreme Aussagen. Ausländerfeindliche Aussagen erhalten zwar ebenfalls weniger Zustimmung als 2005, Rassismus ist jedoch nach wie vor verbreitet. Knapp sechs Prozent sind rassistisch eingestellt, weitere 16,4 Prozent der Befragten halten ausländerfeindliche Aussagen für tendenziell richtig. Fast 40 Prozent meinen, dass es "zu viele Ausländer" in Brandenburg gibt. Befragt wurden für die Untersuchung 3132 Jugendliche im Alter von 12 bis 20 Jahren an 40 Schulen und Oberstufenzentren Brandenburgs. Neben Rechtsextremismus und Ausländerfeindlichkeit wurde auch nach der familiären Situation, Zukunftserwartungen, Freizeitverhalten, Kriminalität, ehrenamtlichen Engagement und Erfahrungen in der Schule gefragt. Es ist die siebte Jugendstudie dieser Art seit 1991.
Eine Kurzfassung der Studie gibt es hier
Quelle: Aktionsbündnis Brandenburg
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