| Rechtsextreme Musik |
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| Sonntag, den 21. Februar 2010 um 22:22 Uhr | |||
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Gabi Elverich/Michaela Glaser/Tabea Schlimbach unter Mitarbeit von Anna Schnitzer: Rechtsextreme Musik. Ihre Funktionen für jugendliche Hörer/innen und Antworten der pädagogischen Praxis Band 9 der Schriftenreihe der DJI-Arbeits- und Forschungsstelle Rechtsextremismus und Fremdenfeindlichkeit, Halle 2009 Die Publikation kann kostenfrei unter folgender Adresse bezogen werden: Deutsches Jugendinstitut e.V./ Außenstelle Halle Arbeits- und Forschungsstelle Rechtsextremismus und Fremdenfeindlichkeit Telefax +49 (0)345 68178-47 E-Mail: Diese E-Mail-Adresse ist gegen Spambots geschützt! JavaScript muss aktiviert werden, damit sie angezeigt werden kann. Sie ist außerdem im Internet als Download verfügbar unter http://www.dji.de/1_rechts Zum Buch: Rechtsextreme Musik gilt vielfach als „Einstiegsdroge“ in rechtsextreme Szenen; auch werden ihr einstellungsstabilisierende und gewaltmotivierende Wirkungen zugeschrieben. Doch welche Bedeutung hat diese Musik tatsächlich für jugendliche Hörer/innen? Und wie kann die pädagogische Praxis darauf reagieren? Die beiden in diesem Band veröffentlichten Studien nähern sich diesen Fragen aus verschiedenen Perspektiven an. Die Untersuchung von Michaela Glaser und Tabea Schlimbach geht den Funktionsweisen rechtsextremer Musik aus der Sicht ihrer Rezipientinnen und Rezipienten nach: In qualitativen Einzelinterviews wurden ehemals sowie aktuell rechtsextrem organisierte Jugendliche zu ihren Hörmotiven, Hörgewohnheiten und -kontexten sowie zu ihren Erfahrungen mit diesem Medium befragt. Dabei wurden unterschiedliche Phasen der Szenezugehörigkeit ebenso wie die Zeit nach dem Ausstieg betrachtet, um Hinweise zu möglichen Funktionen der Musik für Zugangs-, Verbleibs- und Distanzierungsprozesse sowie für rechtsextreme Gruppendynamiken zu erhalten. Der Beitrag von Gabi Elverich stellt Ergebnisse einer Erhebung vor, die die Antworten der Jugendbildungs- und Jugendsozialarbeit in den Blick nimmt: Im Feld tätige Projekte wurden nach ihren Ansätzen und damit gewonnen Erfahrungen befragt, um erfolgreiche Vorgehensweisen, aber auch Entwicklungsbedarf in der pädagogischen Auseinandersetzung mit rechtsextremer Musik zu identifizieren. Abschließend werden die Befunde beider Teilstudien aufeinander bezogen und Überlegungen formuliert, wie existierende präventive Zugänge zu diesem Thema konzeptionell erweitert werden könnten.
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