Vielfalt und sozialer Zusammenhalt in Brandenburgs Städten - Lebensräume gemeinsam gestalten Drucken E-Mail
Samstag, den 17. Oktober 2009 um 00:01 Uhr

Aufruf zur Einreichung von Projektorschlägen durch das Ministerium für Infrastruktur und Raumentwicklung

In Brandenburgs Städten hat sich in den letzten 20 Jahren sichtbar viel verändert. Zahlreiche Brandenburger erkennen die Chancen der Veränderung und nutzen sie. Für andere ist der Wandel des Umfeldes, der Verlust des Arbeitsplatzes, der Wegzug der Nachbarn und der Zuzug von „Fremden", manchmal von Migrantinnen und Migranten, mit Unsicherheit und Zukunftsangst verbunden. Die Familien, Kinder und Jugendlichen gehören nicht in allen Quartieren zu den Gewinnern des Wandels. Das benachteiligte Wohngebiet wird zum benachteiligenden Wohngebiet. Mutlosigkeit und Lethargie können die Folge sein, ebenso der Rückgang nachbarschaftlicher Hilfe, aber auch fehlende Toleranz gegen andere.

Das Ministerium für Infrastruktur und Raumordnung des Landes Brandenburg ruft mit dem Ideenwettbewerb „Vielfalt und sozialer Zusammenhalt - Lebensräume gemeinsam gestalten" dazu auf, Projekte für ein demokratisches, kulturell vielfältiges und auf gegenseitiger Achtung beruhendes Zusammenleben in der Stadt zu entwickeln.

Mann auf Geh-und SitzhilfeIntegration von Benachteilgten © MIR

Sie sollen die soziale Teilhabe von Menschen aller Altersgruppen und Herkunft in den Wohngebieten verbessern und zur Verhinderung der Ausgrenzung von arbeitslosen Menschen beitragen. Ein möglicher Weg führt über die Entwicklung des bürgerschaftlichen Engagements, indem Einzelnen die Grundlagen für erfolgreiches Handeln in unterschiedlichen sozialen Kontexten vermittelt werden.

Bürgerschaftliches Engagement birgt ein hohes Nachhaltigkeitspotenzial für das Individuum und die Gesellschaft. Deshalb soll es erschlossen und gemeinwohlorientiert genutzt werden. Stärkere Beteiligung wird positive Impulse erzeugen, die auch die Wirtschaft einbeziehen. Diese Wechselwirkungen will der Wettbewerb verstärken.

Es werden Beiträge zu folgenden Zielen des Landes erwartet:

    * Entwicklung von nachhaltig zukunftsfähigen Städten mit einem hohen bürgerschaftlichen Engagement für ein lebendiges Gemeinwesen;
    * Stärkung der Humanressourcen für mehr und bessere Beschäftigung und Wirtschaftswachstum;
    * Verbesserte Integration von Benachteiligten in den Arbeitsmarkt und den Sozialraum;
    * Stärkung eines lebendigen, auf Demokratie beruhenden Gemeinwesens, für ein „Tolerantes Brandenburg";
    * Zur Schaffung eines kinder- und familienfreundlichen Brandenburgs.

Der Wettbewerb ist ein Beitrag zur nachhaltigen Stadtentwicklung in Brandenburg. Er ergänzt die vorrangig investiven Maßnahmen gemäß der „Richtlinie zur Nachhaltigen Stadtentwicklung". Der bewährte sozialraumorientierte Ansatz wird mit arbeitspolitischen Maßnahmen verbunden und transnationaler Erfahrungsaustausch wird angeregt.

Für den Wettbewerb stehen allein aus dem Europäischen Sozialfonds für 2009 - 2013 jährlich 750.000 Euro zur Verfügung. Sie können für Projekte in den Städten Brandenburg an der Havel, Cottbus, Eberswalde, Eisenhüttenstadt, Frankfurt/Oder, Fürstenwalde/Spree, Königs Wusterhausen, Neuruppin, Oranienburg, Potsdam, Prenzlau, Schwedt/Oder, Senftenberg, Spremberg und Wittenberge eingesetzt werden.

Zum Verfahren
Die Wettbewerbsbeiträge müssen bis zum 1. November 2009 eingereicht werden. Eine Geschäftsstelle bei der BBJ Consult AG steht als Ansprechpartner zu allen den Wettbewerb betreffenden Fragen bereit. Ende November 2009 wird die Jury aus den eingereichten Vorhaben die förderwürdigen auswählen. Für diese Projekte ist dann ein formgerechter Antrag auf Förderung aus dem ESF zu stellen.

BBJ Consult AG
14482 Potsdam
August-Bebel-Str. 68
Ansprechpartnerinnen sind:
Dr. Silvia Schallau Anne Häger
Telefon +49 331 72129-33 Telefon +49 331 72129-42
Fax +49 331 72129-31 Fax +49 331 72129-31
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Hinweise, Fragen und Antworten von allgemeinem Interesse werden auf der Internetseite www.esf.brandenburg.de für alle Interessenten bekannt gemacht.

 Quelle: Ministerium für Infrastruktur und Raumordnung  

 
Der Lokale Aktionsplan Frankfurt (Oder) wird aus Mitteln des Bundesprogramms "TOLERANZ FÖRDERN – KOMPETENZ STÄRKEN" gefördert.
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