| Nach den Kommunalwahlen in sieben Bundesländern: Was hilft gegen extrem rechte Mandatsträger/innen i |
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| Donnerstag, den 02. Juli 2009 um 00:58 Uhr | |||
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Am 17. Juni 2009 stellten das Projekt: "Auseinandersetzung mit Rechtsextremismus in kommunalen Gremien Berlins -- Dokumentation und Analyse" des VDK e.V. und der Miteinander e.V. eine Auswertung der Wahlergebnisse extrem rechter Parteien bei den Kommunalwahlen vom 07. Juni 2009 und eine Reihe von Handlungsempfehlungen für demokratische Kommunalpolitiker/innen vor. Die Kommunalwahlen in sieben Bundesländern am 07. Juni 2009 erhöhten die Anzahl der Mandate extrem rechter Parteien wie der Nationaldemokratischen Partei Deutschlands (NPD), der Deutschen Volksunion (DVU) oder der Republikaner (REP) in kommunalen Gremien -- von bundesweit insgesamt mindestens 611 auf jetzt mindestens 660. Insbesondere der NPD gelang es in zahlreichen Orten, in die Stadt- und Gemeinderäte sowie in Kreistage einzuziehen. Allein in Sachsen konnte sie 73 Mandate erringen. In Mecklenburg-Vorpommern sind es 26 Abgeordnete, die die extrem rechte Partei zukünftig in den Kreistagen vertreten. Insgesamt verfügt die NPD jetzt in 13 Bundesländern über 307 Sitze in kommunalen Vertretungen -- 108 Sitze mehr als zuvor. Mathias Wörsching vom VDK e.V.: "Obwohl extrem rechte Parteien vor allem im Osten der Bundesrepublik hinzugewannen, zeigt ihr Abschneiden in einer Anzahl von Kommunen im Saarland, in Baden-Württemberg und Rheinland-Pfalz einmal mehr, dass Rechtsextremismus nicht ausschließlich ein Problem der östlichen Bundesländer darstellt." Damit sind nach den Wahlen erheblich mehr demokratische Kommunalpolitiker/innen mit dem Agieren von extremen Rechten in kommunalen Vertretungen konfrontiert als zuvor. Der Miteinander e.V. und das Projekt des VDK e.V. beobachten seit langem die extrem rechten Aktivitäten in kommunalen Gremien in Sachsen-Anhalt und Berlin sowie den Umgang demokratischer Mandatsträger/innen mit dieser Herausforderung. Aufbauend auf diesen Beobachtungen und auf Erfahrungen aus anderen Bundesländern entwickelten die Projekte Handlungsempfehlungen für demokratische Kommunalpolitik, welche die Verbreitung extrem rechter Ideologie begrenzen helfen sollen. Thomas Weber vom Miteinander e.V: "Grundsätzlich gilt: Da extrem rechte Parteien eine antidemokratische und menschenverachtende Ideologie vertreten, verbietet sich jede Zusammenarbeit mit ihnen." Jedoch lässt sich das Problem des Rechtsextremismus nicht durch Ignoranz lösen. "Notwendig ist vielmehr eine inhaltliche, offensive Auseinandersetzung, in der die Demokrat/innen immer wieder den antidemokratischen, menschenverachtenden und rückwärtsgewandten Charakter der extrem rechten Ideologie aufzeigen," so Weber.
Thomas Weber und Mathias Wörsching Thomas Weber Miteinander - Netzwerk für Demokratie und Weltoffenheit in Sachsen-Anhalt e.V. Erich-Weinert-Straße 30 | 39104 Magdeburg Telefon 0391. 620 77-44 | Fax 0391. 620 77-40 Diese E-Mail-Adresse ist gegen Spambots geschützt! JavaScript muss aktiviert werden, damit sie angezeigt werden kann. www.miteinander-ev.de Mathias Wörsching Auseinandersetzung mit Rechtsextremismus in den kommunalen Gremien Berlins - Dokumentation und Analyse Verein für Demokratische Kultur e.V. Chausseestr.29 | 10115 Berlin Telefon 030. 275 95 027 | Fax 030. 240 45 319 Diese E-Mail-Adresse ist gegen Spambots geschützt! JavaScript muss aktiviert werden, damit sie angezeigt werden kann. www.vdk-berlin.de Projekt "Auseinandersetzung mit Rechtsextremismus in kommunalen Gremien Berlins - Dokumentation und Analyse" Yves Müller Chaussestraße 39 10115 Berlin Telefon: 030 / 275 95 027 www.vdk-berlin.de
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