| Geliebter Feind - Gehasster Freund. Antisemitismus und Philosemitismus in Geschichte und Gegenwart |
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| Freitag, den 05. Juni 2009 um 20:33 Uhr | |||
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Irene A. Diekmann / Elke-Vera Kotowski (Hg.) Die Begriffe „Antisemitismus“ und „Philosemitismus“ tauchen erstmals während des so genannten Antisemitismusstreits zu Beginn der 1880er-Jahre auf. „Philosemitisch“ – als Gegensatz zu „antisemitisch“ gebildet – umschreibt eine eher judenfreundliche Haltung, die sowohl wertneutral-beschreibend als auch polemisch, wenn nicht gar denunziatorisch gemeint sein kann. Das Substantiv „Philosemitismus“ wurde offenbar von deutschen Antisemiten geprägt, die es in polemischer Absicht gegen den deutschen Linksliberalismus verwendeten, der in ihren Augen das Sprachrohr des reichen jüdischen Großbürgertums war. Im Gegensatz zum Antisemitismus ist der Philosemitismus als Gesamtphänomen noch wenig erforscht. Mit Beiträgen von:
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