| Neonazis und soziale Frage - Ausstellung der Gewerkschaftsjugend und der antifaschistischen Linken |
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| Dienstag, den 10. Juni 2008 um 23:40 Uhr | |||
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Auf acht Ausstellungstafeln informiert die neue Ausstellung „Neonazis und Soziale Frage“ den Versuch der Rechten, die soziale Frage zu besetzen und was man als GewerkschafterIn dagegen tun kann.
Das Phänomen, dass sich Neonazis sozialen Themen widmen ist nicht neu. Schon im Nationalsozialismus gab es einen Parteiflügel der NSDAP um Gregor Straßer, der einen „nationalen Sozialismus“ anstrebte und einen völkischen und antisemitisch codierten „Antikapitalismus“ propagierte. Heute propagieren rechte Parteien wie die NPD einen Mindestlohn für Deutsche und veranstalten Demonstrationen gegen die Globalisierung. Auch gewerkschaftlichen Protest gegen den Sozialabbau wie die Anti-Hartz-Demonstrationen oder gegen die Rente mit 67 versuchen sie für ihr rassistisches und antisemitisches Weltbild zu vereinnahmen. Auch wenn Parolen und Forderungen der Rechten in Bezug auf die soziale Frage scheinbar denen der Gewerkschaften ähnlich sind, liegt diesen ein vollkommen anderes Menschen- und Weltbild zu Grunde. In der Idee der Volksgemeinschaft verbindet sich völkischer Nationalismus, Rassismus und Antisemitismus. MigrantInnen, Juden und Jüdinnen, Behinderte, GewerkschafterInnen und alle, die rechtes Denken aus politischen Gründen ablehnen, stehen außerhalb dieser nationalistischen Gemeinschaft und sollen aktiv ausgegrenzt und verfolgt werden. Deshalb ist es wichtig, bei der gewerkschaftlichen Arbeit die antirassistische Ausrichtung der eigenen Politik deutlich zu machen. So können Neonazis nicht mehr an gewerkschaftliche Forderungen andocken und finden keine Anknüpfungspunkte mehr. Außerdem ist es immer möglich, gegen Rechts aktiv zu werden: bei rassistischen Sprüchen der KollegInnen am Arbeitsplatz und überall dort, wo Sympathien für nationalistische oder rassistische „Lösungen“ auf soziale Probleme gefordert werden. Die Ausstellung wird derzeit im Berliner Oberschulzentrum gezeigt und kann auch ausgeliehen werden. IG Metall Jugend Berlin/Brandenburg/SachsenAlte Jakobstraße 149 10969 Berlin Telefon 0 30/25 37-50 98 Diese E-Mail-Adresse ist gegen Spambots geschützt! JavaScript muss aktiviert werden, damit sie angezeigt werden kann.
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